Ein Achtel Lorbeerblatt

Der Lied- & Chansonblog von David Wonschewski

Konzertbericht: Felix Meyer-21.12.2012, Hamburg Kampnagel

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Text & Fotos: Marius Meyer (www.alternativmusik.de)

Ein Konzert am großen Kalauer-Tag. War es doch schließlich zum Konzertende noch gar nicht klar, ob ein Bericht folgt oder ob die Welt mit ihrem Untergang schneller ist. Im Endeffekt aber spielte dann ja doch Felix Meyer und nicht Felix Maya, sodass die Sorgen vor dem Untergang bald beseitigt waren. Und eh weiter gekalauert wird, schauen wir mal auf die Tatsachen: Am 21.12. spielte Felix Meyer das zweite Mal im Jahr 2012 auf Kampnagel, zuletzt im kmh, diesmal im größeren k2. Präsentiert von kulturnews & event, PRINZ und Alternativmusik.de – da waren wir natürlich gerne mit vor Ort. Um 20:00 Uhr betrat Felix Meyer die Bühne zum ersten Mal, allerdings kündigte er zunächst sein Vorprogramm an: Heinrich von Handzahm spielte mit Band auf und war für den Großteil der Zuschauer eine Erstberührung. Aber eben eine angenehme. Heinrich selbst bewaffnet mit seiner Gitarre, dazu seine Band, spielten eingängige deutschsprachige Pop-Klänge mit Wurzeln in Folk und Chanson, vom Künstler selbst als Storypop bezeichnet. Mit seinen Geschichten, humorvollen Ansagen und einem Schwung guter Songs im Gepäck konnte er samt Band das Publikum schnell für sich einnehmen. Mit Du bist viel zu laut, auch wenn du leise bist hatte er auch bereits einen Vorgeschmack auf das nächste Album im Gepäck, bei dem es nicht wundern würde, wenn manch einer der Zuschauer dieses Abends es beim Erscheinen erwerben werden.

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Um 20:45 Uhr dann Felix Meyer, bereits sehnsüchtig erwartet vom Publikum, das alle Altersschichten abdeckte. Man merkte direkt, dass Felix Meyer sich wohlfühlt auf Kampnagel – wie er auch schon im Interview zur Show betonte: „Auch Metropolen haben Orte, die Zwischentöne zulassen. Kampnagel ist so einer.“ Mit im Gepäck hatte Felix Meyer Stücke seiner beiden Alben, aber auch schon neue Stücke, obgleich er das neue Album für Ende 2013 ankündigt. Bereits mit den früh gespielten Stücken wie Früher mal gelebt und dem folgenden Zeiten großer Worte war das Publikum eingenommen von Felix Meyer, der hier bester Laune war und auch stets den Dialog mit den Zuschauern suchte. Die erdigen Stücke zwischen Folk, Chanson und Pop erzählen ihre Geschichten ganz ohne Abdriften in Phrasen und man merkt, dass hier einer ehrliche Musik mit ehrlichen Worten bietet. Längst weiß er: Was auf der Straße funktioniert hat, funktioniert auch in den großen Hallen. Auch neue Titel wie Bisher noch unerreicht werden vom Publikum bereits dankbar angenommen und man merkt bereits, dass Felix Meyer mit seinen neuen Stücken den eingeschlagenen Weg konsequent weiter fortsetzt, aber eben auch als Musiker gereift ist. Dass das Publikum gerne auch zum Mitsingen bereit ist, zeigt beispielsweise Noch früher mal vom aktuellen Album Erste Liebe / Letzter Tanz, bei dem das Publikum den Chor macht. Stücke wie Nordwind, Liebe, Dreck & Gewalt oder auch Das hohe Ross sind indes Selbstläufer. Dass Aus blauem Himmel dann nach guten anderthalb Stunden der Schluss sein sollte, glaubte folglich keiner so recht. Auch Felix Meyer selbst nicht, sodass er noch einmal für vier Stücke zurückkam und beispielsweise mit Hinterhofkino brillierte. Mit Kaffee als vierundzwanzigstem Titel des Abends war dann wirklich Schluss. Etwa zwei Stunden bester Unterhaltung mit Felix Meyer, dazu das ansprechende Vorprogramm von Heinrich von Handzahm – ein wahrlich gelungener Beginn des vierten Adventswochenendes und ein schönes, leicht verfrühtes, Weihnachtsgeschenk. Ein großer Abend!

hz

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 28. Dezember 2012 von in 2012, Artikel & Interviews, Liedermacher, M-P, Meyer, Felix, Uncategorized und getaggt mit , , , , , , , .
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