Ein Achtel Lorbeerblatt

Das Liedermacher-, Chanson- und Kleinkunstmagazin

Christof Stählin: Alles SAGO, oder was?

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Interview: David Wonschewski

Es ist vermutlich weder Floskel noch Anbiederung, so hier die Behauptung aufgestellt wird, dass kein deutscher Liedermacher sich so sehr um sein eigenes Kleinkunst-Genre verdient gemacht hat wie Christof Stählin. Sicherlich, Koryphäen wie Wader, Wecker und Mey sind es, die noch immer größte Hallen füllen, während vor allem zähe Wegbereiter wie Degenhardt oder Biermann mit ihrer politischen Wortgewalt kaum noch zu erreichende Standards gesetzt haben. Und doch fehlt ihnen allen etwas, was der Mann aus Hechingen zu Genüge mit sich führt: Die Gabe des Teilens, des Weitergebens – und somit auch die Lust an der fast schon traditionellen Überlieferung.

Wir treffen den liederschreibenden Kabarettisten im „BarBar“, einem ganz in rötlich-elegantem Samt gehaltenen Cafè im Berliner Stadtteil Charlottenburg. Zwei Abende zuvor hat er sein Programm „Giacomo Casanvova“ gegeben, eine elegant-pointierte Performance, die sich Stählin perfekt auf den eigenen Leib geschneidert zu haben scheint, präsentiert er sich hier doch als Grandseigneur humoristischer Geschichtsbetrachtungen. Alles nur Maskerade, alles nur Theater? Mitnichten, wie wir schnell feststellen.

Ein Achtel Lorbeerblatt (EAL): Herr Stählin, Ihr Programm „Giacomo Casanova“ gibt es seit 2004 und Sie werden es anscheinend nicht müde es immer wieder Mal aufzuführen…

Christof Stählin (CS): So ist es. Ich spiele dieses Programm sehr gern und immer lieber. Es greift sich nicht ab, sondern setzt Politur an durch den Gebrauch wie ein Axtstiel. Ich müßte es nicht, es gibt ja auch ein neues Programm und bald schon das nächste. Es gehört auch zu den Privilegien meines Bühnen-Dienstalters, sich aus den bisherigen Programmen frei zu bedienen an allem, was noch taugt.

EAL: Sich in ihr Kabarettprogramm zu begeben fühlt sich, wie auch der Genuss ihrer musikalischen Alben, immer ein wenig nach Zeitreise an. Renaissance, Barock, Rokoko, die Zeit der Aufklärung, Casanova, Voltaire, Friedrich der Große – was fasziniert Sie so sehr daran, gerade diese Epochen immer wieder neu auszuleuchten?

CS: Eben, die historischen Stoffe veralten nicht so schnell und indirekt sind es auch Aussagen über die Gegenwart, denn dorthin sind sie eingegangen. Es ist wie das Eintauchen in ein großes Hintergrundsgebirge, der Blick auf die Bühne der Vergangenheit im Theater der Gegenwart, und da zeigt sich zweierlei: erstens, es ist alles anders geworden und zweitens, es hat sich eigentlich gar nichts verändert. Es baut sich aus Kontrast und Ähnlichkeit eine Spannung auf, die durch jetzt auf jetzt nicht zu haben wäre. Solche kulturgeschichtlichen Programme sind auch für einen Kleinkünstler und literarischen Kabarettisten ein Feld, das ihn schützt vor zu viel Konkurrenz, das ist angenehm.

EAL: Ästhetisch betrachtet ist ihr Kunstansatz gerade deswegen so befriedigend, da er demjenigen, der sich darauf einlässt, die Sinne schärft und dabei eine natürliche Empfindsamkeit weckt, die bei vielen Menschen der Moderne längst eingeschlafen zu sein scheint. Dennoch kann natürlich die Kritik aufkommen, dass Sie sich offenbar lieber der Vergangenheit widmen als denn aktuellen Problembetrachtungen…

CS: „Zwar werden die Sinne geschärft, aber es führt an der Gegenwart vorbei“, das geht aus meiner Sicht der Dinge nicht gut in eins. Eine der Übungen bei Sago geht so: man setzt sich eine halbe Stunde lang an den Rand eines belebten Platzes und registriert alles, was da so vor sich geht, zeichnet es auf und tauscht sich dann mit den anderen darüber aus. Gegenwärtiger gehts gar nicht. Was die Musik angeht, so haben mich manche Jazzmusiker schon gefragt, wie ich das mache, daß man auf der Gitarre einen oder zwei Takte später die Melodie der Gesangsstimme nachspielt. Das sind kleine Fugen, da ist man mit der Vergangenheit ganz dicht am Ball der Jetzzeit, das habe ich aus der alten Musik. Ich verstehe den Vorwurf schon: da mogelt sich einer mit der Vergangenheit an der Gegenwart vorbei. Aber das geht mit der Zukunft eigentlich auch ganz gut. Mir geht es darum, wie man es vermeiden könnte, sich in der Gegenwart an der Gegenwart vorbeizumogeln. Natürlich könnte ich jetzt die Verfehlungen des Herrn Bundespräsidenten oder die Verschuldung Griechenlands auch zum Thema machen, aber ich hätte dazu nichts neues zu sagen. Ich zeige meinem Publikum zwar auch nichts Neues, aber so, daß sie sagen: das kenne ich doch auch, aber so habe ich es noch nie gesehen.

EAL:  Dass Sie mit ihrer eigenen musikalischen Ausrichtung gar nicht so falsch oder gar „unmodern“ daherkommen lässt sich wohl schon daran erkennen, dass es gerade unter jungen Nachwuchsliedermachern längst als Gütesiegel gilt, sich in Ihrer SAGO-Akademie ausbilden zu lassen….

CS: Das freut mich natürlich, sowas zu hören, und die anderen auch. Es hängt vor allem mit den prominenten Namen zusammen, die bei Sago waren. Dazu muß ich sagen, daß ich durchaus nicht alles, was sie heute machen, auf meinen Einfluß zurückführen darf, und daß sie vielleicht auch ohne Sago ihren Weg gemacht hätten. Aber etwas davon ist sicher eingegangen in das, was sie denken, schreiben und singen, bei der einen mehr, bei dem anderen weniger.

EAL: Ihre SAGO-Akademie besitzt hierzulande in der Tat ein Alleinstellungsmerkmal. Sieht man vielleicht einmal von der Celler Schule oder – mit Abstrichen – der Popakademie in Mannheim ab, die sich ebenfalls der Professionalisierung des gesungenen Wortes widmen, scheint die Weitergabe von Wissen und Erfahrung unter Liedermachern erstaunlich unangesagt zu sein. Das Gegenteil ist vielleicht sogar der Fall, zwar beschwören viele etablierte Kleinkünstler ihre guten Netzwerke, machen jedoch kaum einen Hehl daraus relativ eigensinnig unterwegs zu sein. Woher also kommt er, dieser Drang des Christof Stählin, junge Leute auszubilden…?

CS: In der Musik, in der bildenden und darstellenden Kunst kommt der Wunsch, Wissen und Erfahrung weiterzugeben, mit den Jahren ganz von alleine, es ist fast wie ein Naturtrieb. Es ist die wunderbare Chance, in späten Lebensjahren noch in die Zukunft zu investieren. Manchmal verstehe ich nicht, warum so voele Kollegen freiwillig darauf verzichten. Aber das Liedermachen galt eben immer als Kunst einsamer Wölfe, deren jeder nach eigenem Gesetz vorgeht, das er lieber für sich behalten möchte, sei es in der Meinung, daß man nur alleine zu etwas kommt und daß die andern sich auch so ihren Weg bahnen müssen, sei es, daß ihm die didaktischen Hebel fehlen, um  weiterzugeben, was er kann und  weiß. Ein Mangel an Schulung ist es vielleicht auch, was dazu geführt hat, daß die Kunst des Liedermachens eine Zeit lang modern war, dann aber den Geruch des Gestrigen annahm. Ein Lied dauert vielleicht drei Minuten, ein sehr kleiner Rahmen, der dazu verführt, den kleinen  Rahmen der eigenen Person zu sehr zu betonen, das wirkt nur eine Weile erfrischend. Holger Saarmann, auch Sagonaut, hat in einem Liedermacherkurs zu Aufgabe gemacht, bis zum nächsten Mal ein Lied ohne „ich“ zu schreiben, das ist ganz auf der Linie der Schule. Sie sehen, es geht damit weiter, es kriegt Kinder, ich finde das wunderbar.

 EAL: Wenn wir einmal bedenken, wie lange Sie sich bereits um ihr Genre und sogar um den Nachwuchs kümmern, so verwundert es doch etwas, dass Ihr Name der breiten Öffentlichkeit dann doch eher unbekannt ist. Unter Experten und Musikern gelten Sie zwar als prototypische Gallionsfigur, von außen betrachtet erscheint es jedoch, als liefe Christof Stählin noch immer unter „Geheimtipp“. Wie fühlt sich das an für Sie und vor allem: Wie erklären Sie sich das?

CS: Das ist leicht erklärt: ich komme nicht im Fernsehen, und im Rundfunk fast nur zu erlesenen Nachtzeiten. Warum das so ist, das müssen Sie die Leute fragen, die in den Anstalten im Hintergrund sitzen und an den Hähnen drehen, aus denen das Wasser kommt, das die Gärten unserer Bekanntheit zum Blühen bringt. Soviel darf ich sagen: ich habe mich nicht vorgedrängt und ich beklage mich nicht, denn schließlich hat die Unscheinbarkeit auch ihre Vorteile, vor  allem, daß man die Lieder ausreifen lassen kann und daß einm auf diesem Weg viel Neues einfällt. Manchmal ist es schon schmerzlich, daß so wenige mein Lieder hören können und ich würde auch gern mehr Geld verdienen, aber es geht schon auch so. Ich leide unter meiner geringen Bekanntheit weniger, als viele meiner prominenten Kollegen leiden würden, wenn sie so unbekannt wären wie ich.

EAL: Viele junge Kleinkünstler haben inzwischen den Begriff „SAGO“ in ihrer Vita stehen – Bodo Wartke, Sebastian Krämer, Dota Kehr, sogar Judith Holofernes soll vor ihrem Durchbruch mit Wir Sind Helden bei Ihnen gelernt haben. Mal ganz ehrlich: Wie viel Enthusiasmus gehört anno 2012 eigentlich dazu, sich noch als Liedermacher zu versuchen? Judith Holofernes ist vielleicht ein gutes Beispiel dafür, als Kleinkünstlerin wollten denn doch eher wenige Leute was von ihr wissen, erst der Genre-Wechsel brachte den breiten Erfolg…

CS: Die Trennlinien sind nicht so scharf zu ziehen. Judith hatte zum Beispiel mit „Sie haben aus unserer Liebe ein Denkmal gemacht“ auch auf den Hallenbühnen großen Erfolg, und das war seinerzeit ihr Beitrag zu der Sago-Jahreaufgabe „Denkmal“. Sie sehen, daß man in der einen Sparte sehr wohl brauchen kann, was man in der anderen gelernt hat. Überhaupt gibt es auch ein großes Dach für die Unterarten Liedermacher, Singer-Songwriter, Chanson, Schlager, Song, Kleinkunst, Lied. Bei uns geht es um Lieder, bei denen der Text im Vordergrund steht. Das ist eine würdige und alte Kunst, im Lauf der Jahrhundert- und Jahrtausende immer wieder anders und natürlich auch mit heutigen Varianten. Aber im großen Rahmen gesehen, ist die Frage, ob man es noch macht oder nicht, vergänglicher als ihr Gegenstand.

EAL: Als jemand, der bereits seit einigen Jahrzehnten an „vorderster Front“  für die Belange der Liedermacher operiert, haben Sie mit Sicherheit auch einen guten Überblick über die medialen Möglichkeiten der Szene. Wenn ich Ihnen also etwas plump den Themen-Ball „Liedermacher in den Medien“ zuwerfe – was fällt Ihnen dazu ein…?

CS: Dazu fällt mit ein, daß ein Musikredakteur, der eines unserer Lieder spielen will, wie schon angedeutet, nicht sein eigener Herr ist, sondern wahrscheinlich zurückgepfiffen wird, wenn er etwas Ausgefalleneres bringen will. Die Musik, die an die Öffentlichkeit kommt, ich spreche von Hauptfrequenzen und -Zeiten, wird immer mehr zentral zugeteilt und da wird gegessen, was auf den Tisch kommt. Das ist zwar keine Zensur, aber es geht ja auch so. Eine dankenswerte Nische ist die Liederbestenliste, deren Jury nicht nach Bekanntheit, sondern nach Qualität entscheidet, und die in den ARD-Anstalten, in Österreich und der Schweiz vorgestellt wird. Aber eben höre ich, daß der Bayrische Rundfunk die Lierderbestenliste abgesetzt habe, mit der Begründung, da sei zu wenig Comedy. 

EAL: Werden wir durchaus direkter – Ihre aktuelle CD, „Aus freien Stücken“, bietet sehr viel von dem, was sich das lyrisch-romantikbegeisterte Herz erhofft. Die Platte strotzt nur so vor Naturbetrachtungen und erweckt eine Vitalität, die nicht zuletzt durch das prägende Instrument, Ihre mittelalterliche Vihuela, erschaffen wird. Der Schönklang ist es, der hier regiert. Und doch ist das alles so kompromisslos umgesetzt, dass Sie in puncto „Verbreitung“ wohl nur sehr bedingt auf große mediale Unterstützung hoffen können…

CS: Eben, das schließt ja direkt an. Es ist die Frage, weshalb etwas, was schön klingt und kompromißlos umgesetzt ist, nicht auf mediale Unterstützung hoffen kann. Es gibt wie überall, zum Beispiel in den Meinungslagern des aktuellen Zeitgeschehens, auch in der Musik einen Stallgeruch, der schon durch Schnuppern erlaubt, über Zugehörigkeit oder nicht zu entscheiden. Ich habe mich einmal bei einem Musikproduzenten beworben, der von meinen Liedern durchaus begeistert war und bei dem sich eine Möglichkeit auftat, mich an ein größeres Publikum zu wenden als meine tausend Adressen der Kundenkartei. Wir waren schon ganz einig und ich war schon halb die Treppe runter, als er mir noch nachrief: Das wissen Sie ja, bei jedem Lied muß E-Baß und Schlagzeug dabei sein, sonst will es niemand hören!“ Das war es dann auch schon.

EAL: Ich will nun gar nicht so gescheit daherreden – hätte ich nicht in Ihrem Booklet nachgesehen, ich wüsste bis heute nicht, dass es ein solches Instrument wie die Vihuela überhaupt gibt. Eine schnelle Recherche hat ergeben, dass es sich dabei um ein spanisches Zupfinstrument aus dem 16. Jahrhundert handelt, das als Vorläufer der heutigen Gitarre gilt. Machen Sie doch einmal etwas Werbung – wie kam es dazu, dass gerade die Vihuela ihr Musikantenherz erobert hat? Und was kann das gute Stück, was eine moderne Gitarre nicht kann?

CS: Ich war vom ersten Moment an, als ich eine Vihuela in der Hand hielt und ihren klang hörte, bezaubert von dem Instrument und wußte: das ist es. Es liegt am silbrigen Ton. Die Vihuela hat sehr dünne Saiten bei sehr schwacher Spannung. Bei Menschen nennt man das „zart besaitet“, ein Ausdruck aus dem Instrumentenbau. Dort ist diese Besaitung mit einem rechen Chor von Obertönen verbunden, dazu kommen die Schwebungen durch die Doppelsaiten. Das brauche und das will ich. Es ist das genaue Gegenteil von einer E-Gitarre, mit weit stärker gepannten und robusteren Saiten. Das ist auch schön. Es muß das eine wie das andere geben dürfen, das ist Artenvielfalt. Es gibt Vihuelas nicht im Handel, man muß sie sich bauen lassen. E-Gitarren gibt e, mich auch, aber halt ohne dicke Saiten.

EAL: Eine Standardfrage des Musikjournalismus ist die nach den prägenden Einflüssen. Im Bereich der Singer/Songwriter, Liedermacher und Chansonniers umgehe ich die Frage inzwischen meistens, da sich die Antworten eh immer ähneln: Bob Dylan, Johnny Cash, Jacques Brel, Reinhard Mey, Townes Van Zandt, Bruce Springsteen. Es würde mich nun jedoch sehr wundern, wenn auch ein Christof Stählin sich jemals an nur einem dieser Namen orientiert hat…

CS: Für mich und meine Generation war Georges Brassens das große Vorbild, auch andere Franzosen wie Jacques Douai, den man leider gar nicht mehr kennt. Von den Amerikanern war es Harry Bellafonte, der mich begeistert hat, auch die letzte CD von Johnny Cash mit ihrer schlichten Güte ist ein Orientierungspunkt für mich. Herman van Veen bewundere ich und neuerdings gefallen mir die Chansons von Thomas Pigor sehr. Insgesamt gesehen habe ich sicher zu wenig Lieder von Zeitgenossen gehört, aus Angst, es könnte etwas auf mich abfärben, und habe mich der früheren Musik zugewandt, mit der Folge, daß eben Madrigal und Generalbaß auf mich abgefärbt haben. Aber ich bin ja auch Fan meiner Schüler, von denen ich auch lernen kann, was mir an aktueller Musik fehlt, von Annett Kuhr, Dota Kehr und Uta Köbernick, von Martin Betz und Martin Sommer, von Stefan Ebert und dem Gitarrenspiel von Stephan Bienwald, von Matthias Binner und dem Fensterkreuschatten-Lied von Sebastian Krämer und von vielem anderen. 

 EAL: Ich persönlich sehe in Ihrem Kunstansatz  – und auch in dem durchaus regen Interesse nachrückender Generationen daran – etwas, das ich ganz gerne als neuer deutscher Biedermeier benenne. Schließlich ist der Gedanke, dass Geschichte sich beständig wiederholt, so neu nicht. Und auch das Wissen darum, was auf den originären Biedermeier folgte, dürfte durchaus in die aktuelle Stimmung aus Politikverdrossenheit auf der einen und zornige Massenbewegungen auf der anderen Seite passen. „Rückbesinnung“ oder „Ruhe vor dem Sturm“ könnte hier ein durchaus passender Begriff sein…

CS: Sie haben völlig recht, man sollte der statt das Biedermeier sagen, die Personifiktion des selbstzufriedenen Bürgersmanns mit Zipfelmütze in der Reaktionszeit nach der Französischen Revolution. Sein Gegenbild war Hans Dampf, ein Name wie die aufgebrachten revolutionären Massen der achtundvierziger Zeit. Es ist aber nicht alles, was auf kochenden Dampf verzichtet und die Naturbetrachtung liebt, auch gleich Biedermeir. Die ruhigen und langsamen Dinge können eine große und durchaus anarchische Kraft entfalten, wenn sie eine Spannung in sich aushalten, die sich auch blitzartig entladen kann, es ist wie Vormärz und Biedermeir in einem, und nochwas dazu . Ulrich Zehfuß hat mir kürzlich eine mail geschrieben, in der stand: „Jetzt habe ich es verstanden. Man muß die Welt preisen!“ Das eckt an und ist Ungehorsam genug in einer Umgebung, der die Aggressivität so wichtig ist. Es blitzt am Straßenrand. Was wollt uns der Dichter damit sagen?  Das geht durch Langsamkeit am ehesten. Alles setzt auf schnell wirksame Dinge, das kommt vom Konkurrenzdruck, auf viel Wirkung pro wenig Zeit.

Website: www.christof-staehlin.de

Herbstgewitter – die Radiosendung rund um Liedermacher & Chansonniers. HIER reinhören!

Ein Kommentar zu “Christof Stählin: Alles SAGO, oder was?

  1. Pingback: Christof Stählin: Seine Lieder. Wegbegleiter erinnern sich… / “Amors Becher” | Kall's Einwürfe

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 18. Februar 2013 von in 2012, Artikel & Interviews, Liedermacher, Q-T, Stählin, Christof und getaggt mit , , , , .
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