Ein Achtel Lorbeerblatt

Das Liedermacher-, Chanson- und Kleinkunstmagazin

Rezension: Klaus Hoffmann – Original Album Classics

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von Dennis Kresse

Klaus Hoffmann ist immer noch ein Tausendsasssa, für den ein Leben nicht genug ist. Er ist auf einer Stufe mit den Großen anderen Liedermachern wie Hannes Wader, Reinhard Mey (die beiden bezeichnen sich als Brüder und Reinhard Mey war sogar Trauzeuge bei Klaus Hoffmann), der viel zu früh verstorbene Ulrich Roski oder Stephan Sulke und so weiter. Er schafft es seit Mitte der 70er Jahre mit seinen Texten die Leute zu faszinieren und zu begeistern, seine Worte sind von einer unglaublichen Sanftheit und verzaubern durch ihre Lyrik und ihre Poesie. Höchste Zeit, dass mal wieder eine Kompilation von Klaus Hoffmann erscheint – wie die nun vorliegende Original Album Classics-Box, die 5 bzw 4  Alben des Liedermachers präsentiert.

Veränderungen aus dem Jahr 1982 macht den Anfang. Ein guter Beweis für die Vielseitigkeit, des auch als Jacques Brel-Interpret berühmt gewordenen Liedermachers Klaus Hoffmann. Geschickt verbindet er hier Liebeslieder mit Chansons, in denen er mit der berühmten Berliner Schnauze kokettiert.

Mit Ciao Bella hat sich Klaus Hoffmann im Jahr 1989, passend zum Jahr der Wende, zum wiederholten Male selbst erfunden und präsentiert uns hier ein ungemein warmes und intimes Album, das sich an all die wendet, die das Zuhören noch nicht verlernt haben.

Morjen Berlin ist eine Liebeserklärung an seinen Geburtsort und seinen Lebensmittelpunkt Berlin. Selten klangen Hymnen auf Großstädte ehrlicher und liebevoller – und viele dieser Lieder sind heute noch ein fester Bestandteil seiner Live-Konzerte. Das bringt uns dann auch zur letzten CD Wenn ich sing: eine Doppel-CD mit einem Live-Konzert von 1986, die all das noch einmal aufgreift, was man über Klaus Hoffmann so sagt.

Jedes seiner Alben wird mit einer ausgedehnten Livetournee veredelt. Die beiliegende Wenn ich sing gibt ein gutes Beispiel über die enormen Qualitäten, da wird geweint wie bei der bekannten Nummer Blinde Katharina, da wird gelacht, wenn Klaus Hoffmann als Claudia im Salambo tanzt und es wird begeistert applaudiert, wenn sich Klaus Hoffmann auf einmal in Jacques Brel verwandelt und die Stadt Amsterdam besingt.

Ende April erschien sein neues Live-Album Als wenn es gar nichts wär und das ist wieder ein Fest. Nicht nur für Klaus Hoffmann-Freunde.

5 Kommentare zu “Rezension: Klaus Hoffmann – Original Album Classics

  1. Daniel
    25. Mai 2013

    …vielleicht noch Roski in den Dativ setzen?
    „auf einer Stufe mit dem viel zu früh verstorbenen Ulrich Roski“ klingt besser ;-)

  2. Daniel
    9. Mai 2013

    Dem Text täte ein Lektor gut – dann hieße es nicht ständig fälschlicherweise „Klaus Hoffman“, und auch Hannes „Waader“ würde wieder richtig buchstabiert…

    • achtellorbeerblatt
      9. Mai 2013

      Danke für den Hinweis – ich habe jetzt hoffentlich alle Fehler gefunden…
      Rike vom EAL

  3. Mario Stork
    7. Mai 2013

    „Ciao Bella“ ist von 1983… Ein Hinweis darauf, daß mit dieser Box das lange gestrichene Album „Veränderungen“ erstmals seit Jahren wieder auf CD erhältlich ist, ist sicherlich auch für viele Sammler interessant. :-)

    • achtellorbeerblatt
      7. Mai 2013

      Hallo Mario,

      vielen Dank dafür! War es wirklich vergriffen bzw. nicht mehr erhältlich? Ich selbst habe es mir vor 3 Jahren etwa gekauft über den bekannten Internetgroßhändler – kann aber gut sein, dass ich das seinerzeit via Marketplace tat und dort jemand eine Rarität anbot, ich also einfach etwas Glück hatte.

      MfG
      EAL/David

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