Ein Achtel Lorbeerblatt

Das Liedermacher-, Chanson- und Kleinkunstmagazin

Rezension: Richard Lenz – Glücksschwein

richardlenz

von Dennis Kresse

Wieder hat sich einer, dank seines treuen Fankreises, ein Album finanzieren lassen. Dieses Crowdfunding ist ein probates Mittel, auf das sich schon die Sängerin Amanda Palmer verlassen konnte. Nun wurden also auch die Lieder von Richard Lenz fremdfinanziert und dass das nicht die schlechteste Anlage ist, spürt man in jedem der zwölf Titel, die allen gefallen werden, die auf Liedermacher stehen.
Singer/Songwriter, wie das neudeutsch heißt oder einfach ein musikalischer Geschichtenerzähler ist Richard Lenz. Mit seiner charismatischen Stimme überzeugt Lenz auf ganzer Linie. Auch textlich überzeugt der Berliner, aber ein Glücksschwein ist Richard Lenz, wenn es nach seinen Songs geht, eher nicht.

Mit „Sag du mir“ oder „Soo schön“ beweist Lenz, dass man nicht Poisel, Clueso oder auch Pohlmann heißen muss, um schöne Einfälle zu vertonen. Aber das Lied mit der Aussage, die das Glücksschwein zu einem Kaufanreiz macht, ist „Irgendjemand wartet immer“, das nicht nur ein Zitat von Charles Bronson aus dem Kult-Western Spiel mir das Lied von Tod ist, sondern auch beweist, dass Richard Lenz auch mit Wortzwitz umgehen kann.

Die Geldgeber von Richard Lenz haben alles richtig gemacht und es wäre schade gewesen, wenn Glücksschwein nie erschienen wäre. Tolle Texte, die einen nachdenklich machen, aber auf der anderen Seite auch zum Schmunzeln verleiten.

Homepage: www.richardlenz.net

Mit Dank an alternativmusik.de

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