Ein Achtel Lorbeerblatt

Der Lied- & Chansonblog von David Wonschewski

Versinken in Dir. Manfred Maurenbrecher und Herman van Veen empfehlen: Renee van Bavel.

Renee_van_Bavel_2013

Geben wir es ruhig zu. Es ist schon schwierig genug Nachwuchsmusiker zu finden, die wenigstens so ein wenig in die Fußstapfen eines Reinhard Mey, Konstantin Wecker oder Wolf Biermann treten könnten. Aber einen potentiellen Nachfolger für Herman Van Veen? Unmöglich.

Nun, wie gut, dass der Meister höchstselbst uns ein wenig auf die Sprünge hilft. Okay, eine Dame eignet sich eher als Nachfolgerin als denn als Nachfolger. Aber ansonsten wollen wir nicht verhehlen, dass auch abseits diverser TV-Gesichter der Charme der deutschen Sprache noch immer am besten zum Tragen kommt, so sie mit einer Wiener oder aber eben Amsterdamer Zunge gesprochen wird. Womit wir auch direkt bei Renee van Bavel gelandet wären, denn dass die Dame kaum weiß wohin mit ihrer Ausstrahlung, das ist nicht nur in diesem netten Akzent begründet. Sondern hängt vor allem – klar – mit ihren Chansons zusammen. In den Niederlanden hat Sie sich bereits einen Namen machen können. Und ist nun nach Deutschland übergesiedelt, um ihre Lieder auch auf Deutsch zu singen.

Renee Van Bavel stammt, wie der Name schon vermuten lässt, aus den Niederlanden, wo sie seit langem ein bekanntes Gesicht der Live-Szene ist. Seit 2012 lebt sie auch ihre Liebe für die deutsche Sprache auf der Bühne aus. „Das Deutsche ist runder und weicher und lässt so mehr Raum für den Ton. Diese zärtlichere Art etwas ausdrücken zu können passt sehr gut zu meinen Texten und meiner Musik.“ Um sich der Sprache zu nähern, kaufte sie sich “Die schönsten Gedichte der Deutschen”, suchte kulturelle Nähe durch Rilke, Ringelnatz und Heinz Erhardt, tauchte wie ein Schatzsucher durch das deutsche Liedgut von Marlene Dietrich bis Philipp Poisel. “Es ist eine Sprache mit einem Geschichte”, stochert sie sich noch ein wenig durch die Worte, “und ich habe ein Vorliebe vor Sachen mit interessante Geschichten.”

Ihr Landsmann Herman van Veen traf im Dezember während seiner Gastspiele in Berlin mit Renee zusammen und zeigte sich von ihrem brandneuen Demo begeistert. Er sieht in ihr „eine junge, niederländische Version von Joni Mitchell“. Auch Liedermacher-Urgestein Manfred Maurenbrecher wurde sogleich auf die Qualitäten von Renee aufmerksam und engagierte sie für die Backing-Vocals seines neuen Albums „no go“.

Doch schauen und hören Sie selbst…

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