Ein Achtel Lorbeerblatt

Der Lied- & Chansonblog von David Wonschewski

Christoph Theußl erhält Förderpreis der Liederbestenliste 2014

theussl

Er gilt als eines der renommiertesten Karrieresprungbretter der deutschsprachigen Musikszene: Der Förderpreis der Liederbestenliste. Einige längst aus der Liedermacher und Singer/Songwriterszene nicht mehr wegzudenkende Musiker haben ihn in der Vergangenheit bereits erhalten. Nun darf sich mit dem inzwischen in München beheimateten Christoph Theußl erstmalig ein Österreicher mit dieser renommierten Auszeichnung schmücken. Einer Auszeichnung, die alljährlich an Künstler verliehen wird, deren engagierte, lustvoll provokante Lieder überzeugen und dem akustischen Mainstream trotzen.

„Dieser Preis ist wie geschaffen für einen Künstler wie Christoph Theußl“, so Förderpreisjury-Mitglied David Wonschewski. „Seit vielen Jahren schon wählt er den bewusst steinigen Weg, eckt mit seinen in bester absurd-morbider Kreisler- oder Hirsch-Tradition stehenden Texten so gehörig an, dass es schon unterhaltsam ist sich im Internet allein die Reaktionen auf seine Lieder durchzulesen. Egal ob Auschwitz, Jesus oder die Selbstüberschätzung Berlins – Theußl schert sich nicht um die Probleme, die die Formulierung unangenehmer Wahrheiten mit sich bringen kann. Als seine schärfste Klinge erweist sich dabei mit Sicherheit sein urösterreichischer Sarkasmus, der ein Fest für jeden Freund Schwarzen Humors ist und zugleich genug Freiraum lässt für gesellschaftsphilosophische Einsichten.“

Doch nicht nur seine Texte gaben den Ausschlag dafür, Christoph Theußl in diesem Jahr den Förderpreis zuzuerkennen. „Theußl ist ein Alleinunterhalter im allerbesten Sinne, ein Performance- und Allroundkünstler, der auch ohne seine Gitarre auf vielen deutschen Kleinkunstbühnen zwischen München und Berlin zu amüsieren, zu frappieren und schlussendlich zu faszinieren weiß. Wo andere begabte junge Liedermacher sich lieber „Singer/Songwriter“ nennen und mit ihren brillant emotionalen Formulierungen nur selten Feinde schaffen, polarisiert der Künstler Theußl an allen Ecken und Enden. Und steht damit wie kaum ein Zweiter seiner Generation in der Tradition altbekannter, legendärer Liedermacher, die sich nach ihren Auftritten bekanntlich ebenfalls nie ganz sicher sein konnten, ob es Applaus gab oder eins auf die Nase. Dieser Preis ist also, wie auch all die Jahre zuvor, nicht nur als Auszeichnung für die Texte Theußls zu verstehen, sondern auch als Auszeichnung für seinen Charakter“, so David Wonschewski.

Der Förderpreis der Liederbestenliste sorgt auch für Öffentlichkeit: Mit einem Auftritt beim Liederfest vor großem Publikum im legendären Mainzer unterhaus (20. September 2014) und in der Folge mit Ausstrahlungen des Konzerts im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Mehr Radio-Airplay als mancher Liedermacher eine ganze Karriere lang bekommt.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 2. Februar 2014 von in Liedermacher, Q-T, Uncategorized und getaggt mit , , , , , , , .
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