Ein Achtel Lorbeerblatt

Der Lied- & Chansonblog von David Wonschewski

Die EAL-CD des Monats April: Felix Meyer – Menschen des 21. Jahrhunderts (VÖ: 04.04.2014)

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von Petra Schwarz (Berlin)

Als Mitglied der Jury, die allmonatlich die „EAL-CD des Monats“ kürt, hatte ich das gerade bei mir (als Jury-Mitglied der Liederbestenliste) gelandete dritte Studioalbum von Felix Meyer in die Wertung eingebracht. An diesem Abend hörte ich das erste Stück des Werks „Bisher noch unerreicht“ – zusammen mit den anderen JurorInnen – zum ersten Mal und wusste sofort: Ich will mehr davon! Mittlerweile behaupte ich: Wenn man die komplette CD einmal gehört hat, will man sie gleich noch mal hören und noch mal und… vorab: Man sollte sie auch wirklich h ö r e n, denn Worte sind bekanntermaßen ein dürrer Ersatz für Musik!

Deshalb hier nur soviel: Es ist ganz einfach eine große Freude, dieses vielfältige Werk des 1975 in Berlin geborenen, hier und in Bayern aufgewachsenen und nun in Hamburg ansässigen Singer/Songwriters zu hören.

Das Songwriting funktioniert bei Felix Meyer, dem Förderpreisträger der Liederbestenliste 2010, so: Zunächst sind alle Texte da. By the way: Dass die Songs vom Text her kommen, ist unüberhörbar. Angesiedelt zwischen Alltag und Philosophie ist da viel Text, für meine Ohren manchmal ein bisschen  z u   viel, aber: höchst anregend.

Die Musiken entstehen dann, wenn die Band die Melodien, die Felix zu seinen Texten im Kopf hat, gemeinsam in Songs umsetzt. „Federführend“ ist dabei immer einer der Musiker der Band, wie Felix mir im kurzen Telefonat dazu sagt. Und: „Die meisten Band-Versionen der Songs sind vom Gitarristen Erik Manouz.“, der auf der CD auch Percussion, Vocals und Shruti-Box (Wikipedia: ein Musikinstrument, das in der indischen Musik zur Erzeugung von Borduntönen zur Gesangsbegleitung eingesetzt wird.) beisteuert.

Das Album ist ein sehr professionell produziertes Gesamt-Kunstwerk mit Songs in diversen Musikstilen: von SingerSongwriting und Rockpop über Folk, Country und Skiffle bis hin zu Swing und Jazzanklängen. Dass das offenbar richtig gut zusammen geht, liegt wohl vor allem daran, dass die Jungs – seit vielen Jahren gemeinsam kreuz und quer durch Deutschland und Europa unterwegs und eine „verschworene“ Gemeinschaft seiend – unendlich viele Erfahrungen gesammelt haben. Angefangen als Straßenmusiker (und ab und an wohl immer noch als solche unterwegs) spielen sie heutzutage in Häusern, wie dem renommierten Berliner „Kino Babylon“ (7.5.2014) oder auf Kampnagel in Hamburg (9.5.2014).

Von der Kritik nicht selten zwischen Tom Waits und Jacques Brel angesiedelt, schließt Meyer mit einer „Hommage“ an Brel. Bei ihm heißt das Ganze „Schnee fällt auf Krefeld“… Apropos: Winter und Schnee tauchen immer mal wieder auf bei den „Menschen des 21. Jahrhunderts“.

Und zu guter Letzt:
Herausragend – noch mehr als vor Jahren schon – die kraftvolle Stimme von Felix Meyer. Auch die m u s s man selbst hören. Unbedingt!

www.felixmeyer.eu

 

Drei Stücke aus dem Album können Sie in unserem Herbstgewitter, Ausgabe 50 hören: HIER klicken.

 

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