Ein Achtel Lorbeerblatt

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Konzertbericht: CD Release-Konzert Marcel Brell – Alles gut, solang man tut

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Ein Konzertbericht von Antje Brandt mit freundlicher Genehmigung von
www.deutsche-mugge.de

MARCEL BRELL ist derzeit dabei, Deutschlands Gilde der Liedermacher zu erobern. Auch wenn man den Namen sicher bislang nicht so auf dem Schirm hatte, tourte er bereits fleißig mit namenhaften Künstlern wie z.B. Suzan Vega und der Alin Cohen Band. Allein im letzten Jahr spielte er als Solist oder mit seiner Band um die 70 Konzerte. Bestärkt durch Zuspruch hat sich Marcel entschlossen, an eigenen Songs zu arbeiten und auch auf einer CD der Öffentlichkeit auf die Ohren zu geben. Am letzten Freitag (23.05.) erschien seine CD „Alles gut, solang man tut“. So ein Ereignis, und speziell bei der Debüt-Platte, muss natürlich mit einem Release-Konzert gefeiert und gewürdigt werden. Am Tag vor Erscheinen der CD war es soweit.

Als Location diente der Auster-Club in Berlin. Diesen zu finden war doch recht spannend, denn er befindet sich in den Katakomben einer Markthalle. Als Beginn des Konzertes wurde 19:30 Uhr angekündigt. Es blieb der kleine Wermutstropfen, dass es dann doch 21:00 Uhr wurde, ehe Marcel zusammen mit seinen Musikern die Bühne betrat. An dieser Stelle kann bereits verraten werden, dass sich das Warten auf jeden Fall gelohnt hat!

Gestartet wurde das Konzert mit dem Stück „Für jeden was dabei“. Möglicherweise ein Versprechen für den weiteren Verlauf des Programms? „Alles gut, solang man tut“, welches dem Album seinen Namen gibt und sich gegen Pragmatismus richtet, folgte im Anschluss. „Schönen guten Abend Berlin! Ich heiße eigentlich nur Freunde heute Abend willkommen“, so die herzliche Begrüßung des jungen Mannes. Mit einem sehr schönen Klavier-Intro spielte BRELL dann den Song „Nur der Augenblick“.

Das Lied „Maria Pierce“ kündigte der Sänger als Geschichte seiner ersten großen Liebe an. Musikalisch sehr ruhig gehalten ist es eines von vielen Liedern dieser Art von MARCEL BRELL, bei denen man einfach nur zuhören muss. Im Anschluss beschrieb Marcel seine Wahlheimat Berlin als eine Ansammlung von verschiedenen Leuten, doch müsse man diese Stadt auch zelebrieren. Dies diente als Überleitung für den nächsten Song „Das Entscheiden“. Marcel ließ dann auch gleich mal die Frauen und Männer im Publikum gegeneinander antreten und forderte sie jeweils zum Mitsingen auf. Mit den Worten, „Geil, auf euch ist Verlass!“, kommentierte BRELL dann die Gesangsleistung und den Einsatzwillen seines Publikums und zeigte sich ob der Resonanz auf das Stück durchaus überwältigt.

„Weggehn um anzukommen“, „Und ich geh“, „Zuviel Glück“ und einige Stücke mehr folgten. So, wie es sich für ein Release-Konzert gehört, wurde das gesamte Debüt-Album live gespielt und in einer angenehmen Clubatmosphäre dem Publikum vorgestellt. Um das Album auch wirklich in Gänze vorstellen zu können, bedurfte es des Gastauftritts einer ganz bestimmten Dame. Das wissende Auge konnte die Sängerin Alin Coen im Publikum bereits ausmachen. Für ein wunderschönes Duett mit dem Namen „Wo die Liebe hinfällt“ gesellte sie sich zu Marcel und seinen Musikern auf die Bühne. Das Publikum war total begeistert.

Das Lied „Der Schlüssel steckt“ sollte den Abschluss des Release-Konzerts bilden. Doch das Publikum war noch längst nicht fertig mit BRELL, applaudierte, forderte eine Zugabe und ließ dabei nicht locker. MARCEL BRELL ließ sich nicht lange bitten, und auch Alin kam für den Song „Drogen sind doof“ noch einmal mit auf die Bühne. Sie steuerte ein tolles Glockenspiel zum Song bei. Danach war das Konzert dann aber wirklich zu Ende.

MARCEL BRELL ist durchaus bewusst, dass Erfolg als Musiker ohne Unterstützung nicht möglich ist. So ein Weg muss gemeinsam beschritten werden, und so nutze er die Gunst der Stunde auch und bedankte sich während des Konzerts immer wieder bei den Menschen, die ihm am Donnerstagabend während des Release-Konzerts maßgeblich Unterstützung gaben. Nach dem Konzert konnte man bereits die neue CD kaufen. Marcel nahm sich dann auch die Zeit, signierte für die Konzertgäste sein neues Album und plauderte angeregt mit den Anwesenden.
Der junge Musiker ist menschlich ein Homo Sympathikus. Er fühlte sich inmitten der vielen Gesichter im Auster-Club sichtlich wohl und lieferte ein tolles Konzert ab. Musikalisch gesehen teilt er mit, was er zu sagen hat. Doch dies auf eine ganz feinsinnige Art und Weise, ohne dem Hörer seine Botschaft nur plump auf die Ohren zu drücken. Seine Stimme geht einfach unter die Haut, und seine Texte berühren und kommen auch beim Hörer an. Es ist ihm nur zu wünschen, dass er seinen Weg weiter verfolgen kann und wird! Ihm zur Seite standen am Donnerstag der Schlagzeuger David und der Bassist Georg, die an ihren Instrumenten ebenfalls restlos überzeugten.
Vielen Dank an Marcel, seine Band und natürlich nicht zuletzt auch an Alin Coen für einen grandiosen Abend.

Setlist:

Für jeden was dabei
Alles gut, solang man tut
Nur den Augenblick
Maria Pierce
Das Entscheiden
Weggehn um anzukommen
DANKSAGUNG
Wo die Liebe hinfällt (mit Alin Coen)
Und ich geh
Zuviel Glück
Schweigen mit dir
Du bist
Der Schlüssel steckt
Drogen sind schlecht

www.marcelbrell.de

www.auster-club.de

Foto oben: (co) Sandy Reichel

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