Ein Achtel Lorbeerblatt

Der Lied- & Chansonblog von David Wonschewski

Klaus Hoffmann veröffentlicht am 17. Oktober sein neues Album „Sehnsucht“

Sehnsucht_Hoffmann

 

Am 17. Oktober erscheint sein neues Album „Sehnsucht“ –  Klaus Hoffmann selbst schreibt dazu in seiner Pressemappe:

„Mein Herz schlägt immer noch höher bei der Ausfahrt eines Schiffes. Die Tristheit der Industrieanlagen, die Vorstädte, der Geruch von Kerosin und dieses Gemisch von abgestandenem Brackwasser. Aufbruch, das Vogelbild, dann die Heimkehr – wieder daheim!

Nach der Biographie, auf die ich mich einließ, nach all den Jahren am Tisch, nach dem „Berliner Sonntag“-Album nun „Sehnsucht“. Sehnsucht, der alte Hippie-Code, kaum war ich angekommen, wollte ich wieder weg, irgendwohin, ganz weit weg. Sehnsucht ist ein alter Hafen, den du nie erreichen wirst. Der Wunsch anzukommen, die ewige Suche, eine Insel, ein Schiff, unterwegs ins bessere Land.

Wir begannen vor zwei Jahren, Hawo Bleich, mein langjähriger, musikalischer Begleiter, Pianist und ich, in seinem kleinen Studio. Wir nahmen uns nur vor, Folk sollte es sein: Steelgitarren, Paco de Lucia-Rhythmen, all die Accessoires der 60er. Die Bewegung, die von Beginn an, seit ich diese eigenartigen Chansons in den Sixties schrieb, entstand, sollte einfließen. Wir stampften Leichtes ein, ich begann mit „Sie sind wieder da“, ein Flugvogellied. Das Fremde so nah und der ewige Spießer, die große Angst vor der weiten, bunten Welt … „Sehnsucht“ begann.

Ich dachte viel an meinen Vater und was diese Männer an Federn ließen, sie kamen aus dem Krieg, der ganze Aufbau und die Seele schreit nach Liebe. Ich besang es auf so vielen Alben, mein/unser Erbe der Nachkriegszeit. Und der alte Hunger blieb.

In zwei Jahren bauten wir das Album. Eine Reminiszenz an die 60er, an die Schlager der San Remo-Sänger. Wir ließen musikalisch eine Menge hinter uns.

Als Charles Aznavour mir den Segen für das wunderbare Chanson „Mein Herz ist ein Kind“ gab, war es eine späte Erlösung. Ich schrieb den Text zu meinem Lied, blieb aber an seinem Original („Orphelin de toi“ Anm. der Redaktion). Paris und Berlin, nun bin ich wohl noch mehr am Erbe der Knef, an meinem Kopfkino der Hoffmann-Lieder angelangt.

Es ist ein sehr schönes Album geworden, 14 Lieder in alter Liedermachertradition. Viel Kraft, viel Tränen und es kommt doch so leicht daher! Hawo Bleich am Flügel und an den Keyboards, Stephan Genze Percussion und Drums, Micha Brandt an den Gitarren und Peter Keiser am Bass, die alte Bande, meine Freunde und Band, nach drei Jahren Bühnenabstinenz wieder zusammen und los gings. Mit Berthold Weindorf im Weryton-Studio in München spielten wir es ein. Ich sang in der Tradition meiner Väter Brel und Sinatra und und – No Sir, it’s my own way!

Es riecht nach Benzin, ich höre die Kraniche schreien, los geht’s… irgendwohin!

So wie als Kind, als ich vor unsere Haustür auf die Kaiser-Friedrich-Straße trat, auf die große Straße blickte – weit sollte es sein und ein großer Zauber, das verrückte großartige Leben! Nein, ich sperr nicht meine Träume ein…“

Zum Video „Mein Herz ist ein Kind“ auf der Homepage von Klaus Hoffmann HIER klicken.

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