Ein Achtel Lorbeerblatt

Der Lied- & Chansonblog von David Wonschewski

Rezension: Eva Kalien – Muscheln im Sand

Muscheln im Sand cover

Die aktuellen Songs von Eva Kalien – und viele weitere Neuerscheinungen und Klassiker – hören Sie im Lorbeerfunk, unserem Radiosender rund um Liedermacher & Chansonniers. Zum EAL-Radio HIER entlang.

von Silke Aydin

Eine echte Perle unter den Liedermacherinnen ist Eva Kalien! Sie glänzt bei oft nur minimaler instrumentaler Begleitung (Gitarre) und fast schon A cappella-Gesang mit ihrer schlichten, sanften Stimme, die berührt ohne sich künstlich verschnörkeln und verbiegen zu müssen.

Eva Kalien ist eine ruhige Geschichtenerzählerin, die in ihren Liedern Bilder malt und Stimmungen zaubert und kurzweilig Erlebnisse und Erfahrungen schildert, wobei sie stellenweise von Wolfgang Wiehler z.B. durch Akkordeon oder Mundharmonika begleitet wird. Ihre Lieder entführen den Hörer in andere Welten, in denen es um Liebe, Träume und Sehnsüchte geht. Auch Einsamkeit und Vergänglichkeit gehören dazu – und sie besingt selbst ihre „kotzende Katze“ noch poetisch einfühlsam, aber dennoch schonungslos ehrlich (Pina Flausch).

In der Mäuseparade erfahren wir von zwei älteren Herren, die ihren Lebensabend damit verbringen, draußen zu sitzen um vorbeilaufende junge Mädchen zu bewundern. „Nur Ansehen ist erlaubt“ – Regentage sind da per se schlechte Tage, da die Aussicht auf Beute dann gering ist.

Die weiten Wiesen laden ein, ein Haus zu bauen oder mit dem Fahrrad „nach Pisa [zu] fahr’n, den Turm grade biegen“ – was das alles mit Schokolade zu tun hat, sollte man sich schon selber anhören!

Seemann, hörst du mich?… Ich hab mein Herz verloren, irgendwo zwischen den Wellen… Kannst du ein Netz auswerfen und es wiederfinden, bitte!?“ Dass Eva Kalien Malerei und Fotografie studiert hat, lassen Zeilen wie diese bereits erahnen.

Und wir lernen Holger kennen; ein Streichelzootier, das sich nach Händen sehnt, die es streicheln. In der Welt der Menschen sind es gerade die Hände, die zu selten gereicht werden, was somit zu Einsamkeit und Kälte untereinander führt.

Wohin führt der Weg? – Das fragen wir uns wohl alle immer mal wieder. „Das Leben bricht so manche Schwüre“… als Kind wollte man doch immer alles ganz anders machen… später.

Mit Nachtvals, dem Einbruch der Nacht, entlässt Eva Kalien den Hörer mit einer beschwingten Walzermelodie in Tänze oder Träume…

www.evakalien.de

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 10. Dezember 2014 von in 2014, Kalien, Eva, Plattenbesprechungen, Uncategorized und getaggt mit , , , , , , .
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