Ein Achtel Lorbeerblatt

Der Lied- & Chansonblog von David Wonschewski

Christof Stählin: Seine Lieder. Wegbegleiter erinnern sich… / „Schlaflied“

staehlin_stillermann

Christof Stählin – Schlaflied
vom Album: Stiller Mann, 2005

 

„Alles braucht seine Weile,
wenn’s gut ist, was unsereins macht.
Nur eins geht von heute auf morgen:
Die Nacht.“

Das Schlaflied ist so perfekt in sich und so zeitlos wie vieles, was Christof geschrieben und gesagt hat.

Ich habe ihm viel zu verdanken. Immer wieder hat er mich tief beeindruckt mit seinen Liedern, Gedichten und seinen Vorträgen, in denen sein umfangreiches philosophisches, etymologisches, mythologisches und kulturgeschichtliches Wissen einen großen Raum öffnete, der zugleich durch seinen liebevollen Blick auf die Welt nahbar, hell und freundlich wurde. Er ließ den Dingen ihre „Majestät des Phänomens“. Die Wärme und Güte, die aus seinen Liedern und Texten strahlt, ist mir ein Vorbild.

Mit der Künstlerschule Sago hat er etwas erschaffen, das frei vom „kalten Wind der Konkurrenz“ ist, wie er oft sagte. Einen Raum, der allein der Verbesserung der Kunst dienen sollte, ohne jede hässliche Zweckdienlichkeit. Mit der Zielstrebigkeit eines Schmetterlingsflugs – so haben wir von ihm gelernt.

Alles braucht seine Weile.

Christof, deine Sprache der Bilder trage ich im Herz. Dein Geist wird weiter wirken.
Ich danke dir.

Dota Kehr

2 Kommentare zu “Christof Stählin: Seine Lieder. Wegbegleiter erinnern sich… / „Schlaflied“

  1. Karl
    21. September 2015

    Hat dies auf Kall's Einwürfe rebloggt und kommentierte:
    Mag sein, dass mein Rebloggen der ganzen Serie über und mit Stählin ein wenig sehr enthusiastisch wirkt. Aber die vorgestellten Titel sind einfach unglaublich schön und außer auf den Tonträgern kann man sie kaum mal irgendwo hören. Und dieses hier ist eines der schönsten.

    Auch die Texte seiner Weggefährten zeugen von großer Wertschätzung für seine viel zu sehr verborgene Arbeit als Künstler und Lehrer.

  2. roterbaer
    21. September 2015

    Danke Dota, es ist tröstlich zu wissen, dass Christofs überbordende Liebe zu Mensch und Kunst, welche in so viele Sagonauten-Brunnenbecken gefallen ist, nicht mit ihm „von uns gegangen“ ist. Da, wo sie in Liedern, wie „Utopie“ oder aktuell „Grenzen“ besonders durchschimmernd über eure Brunnenränder stürzt, macht sie in einer Weise sprachlos, welche uns mit ihm verbindet und es weiterer Worte nicht bedarf.
    Christof fehlt uns so sehr, weil er uns so spürbar nah bleibt.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 21. September 2015 von in 2015, Artikel & Interviews, Liedermacher, Stählin, Christof, Uncategorized und getaggt mit , , , , , .
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