Ein Achtel Lorbeerblatt

Der Liedermacherblog von David Wonschewski

Die Liedermacher-Deutschlandpremiere. Hören Sie jetzt in: Milian Otto – „Schattenseite“

cover_1511273019217576

Worte, die auf Klingen tanzen. In einer digitalen Ära, in der Musik vorwiegend als Fastfood produziert und die Hörgewohnheiten durch die immergleichen Geschmacksverstärker konditioniert wurden, füttert das Debut-Album von Milian Otto den Hunger nach Substanz. Die erste Single-Auskopplung „SCHATTENSEITE“ erscheint am 24. November 2017 und ist ein kleiner Vorgeschmack. „Ich lieb ihn/ Doch versteh’ ihn nicht“: Eine Betrachtung der opressiven und autoagressiven Seiten der Spezies Mensch. Man hört, man hört hin und plötzlich will man ganz genau zuhören – nicht nur den Akustikgitarren und wie sie sich melodisch umwickeln, sondern vor allem, wie es gelingt, anhand deutschsprachiger Liedtexte mit fast vergessener Kraft messerscharf den Zeitgeist zu sezieren.

Hier anhören: Milian Otto – „Schattenseite“

Milian Otto’s Lieder, allesamt aus eigener Feder und in seinem Schlafzimmer auf einer alten Bandmaschine aufgenommen, wirken so nah und direkt, als wäre er dein bester Kumpel, der neben dir auf dem Sofa sitzt und nachts nochmal zur Gitarre greift. Dabei bleibt er trotz klassischem Gitarre/Gesang-Setting meilenweit entfernt von Kitsch und Lagerfeuergeschrammel. Seine Einflüsse durchstreifen die europäische Liedermachergeschichte; man fühlt sich hier und da erinnert an Georges Brassens, Fabrizio di André oder Rio Reiser, dann ist da vielleicht ein Picking, bei dem man an Tallest Man On Earth denkt, oder ein Gitarren-Arrangement, das von Fleet Foxes sein könnte.

MilianOttoPresse_(c) Leni Olafson

Milian Otto

Neben allen Assoziationen schafft er es mit seiner eindringlichen Klarheit, seinen eigenen und nicht selten selbstironischen Ton zu treffen. Abseits zahlreicher Konzerte steht Milian Otto seit über zehn Jahren als Schauspieler auf der Bühne. Nach dem Studium an der HfS Ernst Busch in Berlin, führte sein Weg über diverse Stationen 2011 ans Schauspielhaus Zürich, wo er nach wie vor zu sehen ist. Nicht zuletzt wird er in der Roman-Adaption „Adam und Evelyn“ Ende 2018 zum ersten Mal auf der Kinoleinwand erscheinen.

Foto M. Otto: Leni Olafson

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Information

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 23. November 2017 von in Otto, Milian, Uncategorized und getaggt mit , , .
%d Bloggern gefällt das: