Ein Achtel Lorbeerblatt

Der Liedermacherblog von David Wonschewski

Konzertbericht: Monsters of Liedermaching – live im Babylon in Berlin am 11.11.2017

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Ein Gastbeitrag von Arno Wilhelm

Das Babylon ist ausverkauft und das Publikum applaudiert lautstark, als
die Monsters zu klassischen Klängen die Bühne betreten. In dem voll
bestuhlten Kinosaal wird vor und nach dem Klatschen eifrig Popcorn
genascht und Bier getrunken. Es wird schnell klar, dass sowohl Monsters
als auch Publikum guter Dinge sind. Die ersten Songs sind alle von
verschiedenen Alben, es beginnt mit ‚Auflaufform‘, dann kommt mit ‚Tod
in der Nordsee‘ schon der erste Klassiker. Das Publikum singt beim
Refrain lautstark mit. Beim ‚Schittschuh-Lied‘ gibt es eine Einlage von
Fred auf der Blockflöte. Es gibt nicht viele Menschen, die diesem
Hass-Instrument vieler Schulkinder etwas unterhaltsames abgewöhnen
können – bei den Monsters geht auch das. Einzelne Zuschauer müssen
stehen, auch der Rang oben ist voll und die meisten machen gut mit. Nach
ein paar weiteren Songs besingt Totte seine überragenden Fähigkeiten,
beim Waschen nicht seine Socken zu verlieren und läutet damit die ersten
Songs aus dem neuen Album ‚Für Alle‘ ein. Immer wieder gibt es viel
Interaktion zwischen Publikum und Bühne, wie man es von den Monsters
gewohnt ist. Ist ja keine Fernsehübertragung, hier darf mitgearbeitet
werden. Bei ‚ToDo-Liste‘ zeigt sich das klatschende Publikum sehr
rhythmusbegeistert. Auch bei anderen neuen Liedern wie dem
‚Schlauwalzer‘ oder Burgers Lied ‚das Schaf‘ ist das Publikum zwar nicht
ganz so textsicher wie bei den älteren Stücken, wirkt aber dafür nicht
weniger begeistert. Zurück zu eben jenen älteren Stücken geht es mit
‚Timing‘ mit Rap-Strophen von Labörnski. Rüdi wird nicht müde zu
betonen, dass er heute nur Liebeslieder singen wird und es folgt ein
etwas ungewöhnlicheres Lied dieser Kategorie: Die Monsters stimmen
‚Scheiß-CD‘ an. Zu diesem Eröffnungstrack des neuen Albums gab es auch
das erste Monsters-Musikvideo und es wird beim Refrain kräftig von allen
Seiten mitgebrüllt. Totte besingt sein Verhältnis zu Hunden und Katzen
und Pensen verliert sich danach ein wenig in seiner Ansage und spielt
dann ‚Ein ganz normaler Mann‘ von seinem Solo-Album ‚Bumm die Welt‘.
Labörnski singt mit ‚Best Western‘ einen Song für seinen Vater. Am
St.Martinstag darf natürlich auch ‚Laterne‘ nicht fehlen. Mit
‚Cola-Korn‘ geht es erneut mit viel Publikumsgesängen in die Pause.

Der Merchstand ist gut frequentiert, es gibt vernünftiges Bier, manch
einer besorgt sich mehr Popcorn und wenig später geht es weiter mit dem
Konzert. Bei ‚Sabine hat auf Sand gebaut…‘ ist diesmal Sitzpogo unter
erschwerten Bedingungen gefragt, schließlich haben die Kinositze dicke
Lehnen, aber Totte lobt das Publikum für seinen Einsatz. Fred singt
‚Marzipan‘ und holt damit einen weiteren Klassiker hervor, bevor mit
‚Feuerwehrleute‘ ein weiterer Song vom aktuellen Silberling kommt. Der
Refrain ist so mitsingtauglich, dass er gute Chancen hat, auf die Dauer
auch einen der Klassiker-Plätze einzuheimsen. Darauf folgen weitere
Songs aus ‚Für Alle‘, wobei vor allem der Refrain von ‚Auftragskiller
für die Mafia‘, gesungen von allen gleichzeitig, noch deutlich
beeindruckender als auf dem Album rüberkommt. ‚Sag mir doch‘ leitet den
Balladenteil des Abends ein. Bis auf einige wenige, die in einem der
Gänge stehen und leider nicht aufhören können sich zu unterhalten, macht
das Publikum den Wechsel bereitwillig mit und gönnt den Songs die nötige
Stille. Rüdi singt ein weiteres Liebeslied und Burger beendet mit
‚Blues‘ die Balladen. Im Wechsel folgen neuere und ältere Songs, ‚Türen‘
sogar mit Solo von Totte in der Menschenmenge. Das ‚Seefahrerlied‘
beendet das reguläre Set.

Es folgen Standing Ovations und laute Chöre, die Monsters freuen sich
darüber sichtlich und stimmen weitere Songs an, herausragend dabei vor
allem das Medley aus Refrains verschiedenster Lieder, die heute leider
zu kurz gekommen sind und ‚Morgens um 8‘, bei dem Fred den morgendlichen
Heimweg von einer Party besingt, während alle anderen zur Arbeit müssen.
Mit einer letzten akustischen Zugabe endet das Konzert nach über drei
Stunden. Monsters und Publikum sehen zufrieden aus und es wird Zeit für
den Heimweg.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 27. November 2017 von in Konzertberichte, Monsters Of Liedermaching, Uncategorized und getaggt mit .
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