Ein Achtel Lorbeerblatt

Der Lied- & Chansonblog von David Wonschewski

„Am Fenschder“ und „Schattenseite“: Die Lorbeerblatt-Lieder des Monats, 12/2017

mrie

Publikum

Die 15 Jahre Veröffentlichungspause haben sich gelohnt – mit satten 40 % aller abgegebenen Stimmen haben die EAL-Leser Michael Riehm mit seinem Dialekt-Stück „Am Fenschder“ zum Monatssieger Dezember bestimmt. Zu finden ist der Song auf seiner neuen CD „Mein blauer Mond“.

Wer noch einmal reinhören möchte in „Am Fenschder“ kann dies hier tun:

MichRiehm

Jury

Erstmalig gab es auch ein Jury-Voting, bei dem der Sieger – ebenso klar – Milian Otto heißt. Sei Lied „Schattenseite“ holte bei der achtköpfigen Jurorenschar 45 von 48 möglichen Punkten.

Stimmen aus der Jury:

In erfrischender Weise erinnert mich das Lied an große französische Chansonniers…
Trotz der Melancholie die darin enthalten ist, kommt es mit großer Leichtigkeit daher.
Und das in deutscher Sprache – eine Leistung.“ – Simone Lucia Birkner

Der Song lebt von seiner Unaufgeregtheit bei Themen, die normalerweise alles andere als das bewirken.
Er verliert dabei – von jedem Refrain bestätigt – vor allem eins nicht aus dem Blick: den Menschen in seiner Zerbrechlichkeit,
seiner Verlorenheit und seinem Wunsch, mehr und besser zu sein, als er ist. Das bezeugt nicht nur der Song selbst, sondern auch die Stimme des Sängers, die sich anschickt, den Graben zwischen Anspruch und Wirklichkeit in einer sympathischen Mischung aus Pathos und Ironie glaubhaft zu überbrücken. Er versucht nicht schön zu singen, sondern mit eindringlichen Worten das rüberzubringen, was ihm wichtig ist. Und das ist auch nicht immer schön. Großes Kompliment!Ich würde mir wünschen, dass das Lied in deutschsprachigen Rundfunkanstalten rauf und runter gespielt wird, befürchte aber, dass es im digitalen, von der Werbewirtschaft bestimmten Einheitsbreit keinen Platz findet. Wäre schön, wenn ich mich irre.“ – Achim Amme

Der Titel kommt frisch, witzig und leichtfüssig daher und transportiert dennoch eine Botschaft seelischer Tiefe. Ohne Parolen und ohne die üblichen Weltschmerztextbausteine. So sind wir halt. Und wenn wir deshalb schon mal tanzen, dann wissen wir schöner, dass wir nicht so bleiben müssen. Als Menschen.“ – Andreas Hähle

Die Stimme von Milian Ott rührt, ist schlicht und hat Tiefe. Der Text zählt auf, lässt dich in trügerischer Leichtigkeit wiegen, bis er dich in Richtung der einen, existenziellen Frage hinunter katapultiert und was dich dann rettet, ist diese einfache Melodie. Kurz: Nur so kann man den ganzen Wahnsinn „Mensch“ überleben.“ – sonix

Noch einmal reinhören in „Schattenseite“? Aber gerne doch:

Zur Lorbeerblatt-Jury 12/2017 gehörten:

Achim Amme, Autor, Schauspieler, Musiker – und Vormonatssieger

Lucie Peetz, Journalistin

Lika Hähle, Betreuerin für Menschen im Wachkoma

Simone Lucia Birkner, Theaterregisseurin

sonix, Sängerin & Liedermacherin

Hans Delbrüger, Vorruheständler

Andreas Hähle, Liedtexter

David Wonschewski, Schriftsteller

 

 

 

 

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 21. Dezember 2017 von in Arme Leute-Hitparade, Uncategorized.
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